Audiowelten im Wachstum: Zur Radio-, Audio- und Streaming-Nutzung im Internet

Zusammenfassung des Artikels

von Christian Schröter

Die Audiowelten des Internets gewinnen im Moment erneut an Aufmerksamkeit. Von Podcast über Webradios bis hin zu Musik-Streamingdiensten: Das mediale Portfolio im digitalen Raum ist unüberhörbar akustischer geworden, kompatibel zur mobilen Alltagssituation seiner Nutzer. Aus den Befunden der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie lassen sich gegenwärtig verschiedene Trends identifizieren. Für die Vielfalt der Audioangebote und -zugangskanäle kristallisieren sich vor allem zwei Treiber heraus: die Live-Streams der Webradios sowie die (Musik-)Streamingdienste.

Knapp zwei Drittel der Erwachsenen ab 14 Jahren hatten schon einmal einen Kontakt zu Audioangeboten im Internet (Audio-Nettowert). Wichtigste Angebote sind hier das Radio, allen voran die Simulcast-Angebote reichweitenstarker Traditionsmarken aus der analogen terrestrischen Radiowelt: 23,3 Millionen Menschen hatten in Deutschland schon einmal Kontakt zu Web-Radio-Angeboten. 23,2 Millionen hatten Kontakt zu (Musik-)Streamingdiensten.

Beim Audio-Nettowert liegen Frauen mit ihrer Audionutzung leicht unter dem Durchschnitt (62 %) und Männer leicht darüber (67 %). Am größten fallen die Unterschiede beim Live-Hören von Radioprogrammen im Internet aus. Zwischen Männern (36 %) und Frauen (23 %) klafft eine Lücke von 13 Prozentpunkten. Die 14- bis 29-Jährigen sind besonders intensive Audionutzer: 38 Prozent nutzen zumindest gelegentlich Radioprogramme live im Internet, Audio-Podcasts werden von 27 Prozent gelegentlich gehört, ein Viertel lauscht Hörspielen oder Hörbüchern im Internet. Ganz vorne rangiert bei ihnen das (Musik-)Streaming mit 64 Prozent.

Für den klassischen Hörfunk ist die Situation ambivalent: Einerseits profitiert er an den Expansionsoptionen im digitalen Raum. Andererseits könnten sich die jetzt schon starken Musik-Streamingdienste (z.B. Spotify) zu einer nicht zu unterschätzenden Konkurrenz entwickeln. Die Hörfunkprogramme der ARD können hier mit eigenen Streamingangeboten und ihrem immensen Fundus an Audioprodukten (z.B. über 900 Podcast-Reihen) durchaus punkten.

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