Mediale Internetnutzung und Video-on-Demand gewinnen weiter an Bedeutung

Zusammenfassung des Artikels

von Natalie Beisch, Wolfgang Koch und Carmen Schäfer

Die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2019 offenbaren Kontinuität und Wandel bei der Onlinenutzung der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren -- je nachdem, welchen Teilbereich man betrachtet. Beständigkeit ist bei der generellen Nutzung des Internets zu beobachten: Wie im Vorjahr zählen rund 90 Prozent zu den Onlinern, Zuwächse gibt es nur noch in einigen Bevölkerungsgruppen, wie bei den 60- bis 69-Jährigen (+5 %-Punkte auf 54 %). Leicht zugenommen hat die Unterwegsnutzung des Internets.

Die deutlichsten Veränderungen gibt es im Jahr 2019 bei der Nutzung von Videos, Audios und Text über das Internet (mediale Internetnutzung): In der Gesamtbevölkerung steigt die tägliche Nutzung von Video-Streamingdiensten wie Netflix um 3 Prozentpunkte auf 14 Prozent, unter den 14- bis 29-Jährigen sind es 36 Prozent, die sie täglich verwenden. Bei der wöchentlichen Nutzung erzielen die Anbieter ein Plus von 6 Prozentpunkten auf 37 Prozent in der Gesamtbevölkerung.

Trotz der Beliebtheit der Streamingdienste gehören Online-Livestreams von Fernsehsendungen zum Nutzungsportfolio vieler Onliner: 13 Prozent (+2 %-Punkte) sehen wöchentlich oder häufiger Live-Fernsehen im Internet. Der zeitsouveräne Abruf von Fernsehinhalten ist mit 35 Prozent (mind. wöchentliche Nutzung) aber stärker verbreitet.

Musik über YouTube oder Streamingdienste wie Spotify zu hören, hat in den letzten Jahren einen ähnlichen Boom erlebt: Die Tagesreichweite liegt im Jahr 2019 bei 13 Prozent. Podcasts oder zeitversetzte Radiosendungen haben eine unveränderte Tagesreichweite von 3 Prozent.

Im Jahr 2019 fällt die Nutzungsintensität von Artikeln und Berichten im Internet mit 20 Prozent Tagesreichweite auf. Rund ein Drittel der unter 30-Jährigen und ein Viertel der 30- bis 49-Jährigen geben an, am Vortag redaktionell gestaltete Artikel oder Berichte im Internet gelesen zu haben.

Unter den Social-Media-Plattformen ist nach wie vor Facebook die wichtigste, gleichzeitig wächst die Nutzung von Instagram am stärksten. Rund 60 Prozent

bevorzugen, Videos mit Ton anzusehen, allerdings scheinen sich entsprechend auch extra konzipierte Texttafeln, die die Essenz des Tons enthalten, zu bewähren.

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